„querdenken“? – Nein, Danke.

Unter dem Titel „uns reicht es! Demo für Maskenfreiheit unserer Kinder“ hat ein lokaler Ableger der „Querdenken“-Bewegung Veranstaltungen in Kaufbeuren und Marktoberdorf angemeldet und versucht, Eltern und andere über Corona-Maßnahmen wie die Maskenpflicht besorgte Menschen zu versammeln.

Spätestens seit den Demonstrationen und Auseinandersetzungen in Berlin im August sollte klar sein, dass „querdenken“ nicht nur zufällig von Rechtsextremen unterwandert oder vereinnahmt ist, sondern im Kern eine antidemokratische und verschwörungsideologische Bewegung ist. Seither touren ihre Propagandisten durch ganz Deutschland, um von der Verunsicherung zu profitieren, wobei die Bewegung sich weiter radikalisiert hat.

Bereits im Mai haben wir unsere Mitglieder dazu aufgerufen, sich nicht an Protesten zu beteiligen, bei denen Antisemit*innen oder Rechtsextremist*innen auftreten. Das gilt auch – unabhängig von den Intentionen der Organisator*innen vor Ort – für die hier angekündigte „Querdenken“-Demonstration: „Sicher kann jede und jeder über die Grundrechte und deren Einschränkungen diskutieren und seine Meinung äußern. Doch mit Sorge und Unbehagen sehe ich die von außen gesteuerte Demo-Tour von Querdenken an“, so unsere Ortssprecherin Ulrike Seifert: „Eine Teilnahme an der Demo kommt für mich nicht in Frage, denn wer bei seriösen Quellen recherchiert, bekommt schnell mit, wer und was und welche Absichten hinter Querdenken stecken.“

Das Bündnis „Gemeinsam gegen Rechts“ wird eine Gegendemo als Eilversammlung anmelden. Um 14:00 Uhr möchte Oberbürgermeister Bosse am Rathaus sich den Demonstrierenden stellen und seine Haltung zur Maskenpflicht erklären.

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