Die Grünen-Stadträte Ulrike Seifert (li.) und Oliver Schill (re.) beim Start der Klimaschutzaktion „Es gibt keinen Plant B.“

Klimaschutz: Es gibt keinen Planet B.

Der Klimawandel macht nicht halt vor den Kaufbeurer Stadttoren. Heftige Stürme, Hitzeperioden und Dürre künden Klimaveränderungen an. Wir wünschen uns verbindliche Klimaziele für die Stadt als Beitrag zur Klimaschutzkonferenz 2015.

Mit der Aktion „Es gibt keinen Planet B“ machen Bündnis 90/ Die Grünen auf die Klimaschutzkonferenz in Paris aufmerksam. Dort soll als Nachfolge für das Kyoto-Protokoll ein neues Abkommen mit weltweit verbindlichen Klimazielen vereinbart werden.

Der Schutz des Klimas geht uns alle an.

Dass dies absolut notwendig ist, hat auch die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf mit Vorlage des Klima-Reports anschaulich unter Beweis gestellt: „Der Klimawandel ist auch in Bayern mit den Händen zu greifen. (…) Der Klima-Report schaut erstmals in einer Gesamtsicht mit der Lupe auf Bayern. Ein weiterer, ungebremster Klimawandel wird das Gesicht des Freistaats verändern“, so die Umweltministerin am 7.12.2015 auf ihrer Webseite. In Bayern droht ein Temperaturanstieg bis zu 4,5 Grad. So wie Bayern nicht vom weltweiten Klimawandel verschont wird, so machen seine Folgen auch nicht vor den Stadttoren Kaufbeurens halt. Deshalb gilt:

Klimaschutz braucht die Kommunen!

Wollen wir die Auswirkungen des Klimawandels, also insbesondere die Erderwärmung begrenzen, dann müssen wir hier und heute handeln. Das bedeutet: Auf internationaler und nationaler Ebene werden die übergeordneten Klimaschutzziele festgelegt. Für die Umsetzung dieser Ziele ist dann aber die lokale Ebene gefragt. Denn hier in den Kommunen wird ein großer Teil der klimarelevanten Emissionen erzeugt, dem zugleich ein enormes Einsparpotenzial gegenübersteht. Zahlreiche Beispiele zeigen: Es sind die Städte und Gemeinden, die den Klimaschutz voranbringen. Und: Klimaschutz ist für Kommunen nicht nur eine Herausforderung, sondern bietet auch Chancen: Kommunen, die heute in den Klimaschutz investieren, senken beispielsweise ihre Energiekosten in Schulen, Sporthallen oder Rathäusern und entlasten so langfristig ihren Finanzhaushalt. „Dabei geht es um Lebensqualität für uns, unsere Kinder und Enkel“, erläutert die Fraktionschefin der Grünen Ulrike Seifert. „Wirtschaftswachstum, Umweltschutz und soziale Integration sollen dabei Hand in Hand gehen.“

Wo steht Kaufbeuren in Sachen Klimaschutz?

Wenn die Kommunen bei der Umsetzung des Klimaschutzes eine entscheidende Rolle spielen, dann steht für die Kaufbeurer Grünen natürlich die zentrale Frage im Raum: Welchen Beitrag wollen wir als Stadt Kaufbeuren zum Klimaschutz leisten? Um eine fundierte Grundlage für eine breite Debatte im Stadtrat, aber auch in der Stadtgesellschaft zu schaffen, haben die Grünen eine Anfrage an die Stadtverwaltung gerichtet. „Mit diesem ersten Schritt wollen wir wissen, wo die Stadt Kaufbeuren beziehungsweise die Stadtverwaltung selbst in Sachen Klimaschutz steht“, so Seifert. „Wir gehen davon aus, dass wir hierzu in der kommenden Stadtratssitzung im Dezember Bericht erhalten“. Hiernach kann die Debatte beginnen. Für die Kaufbeurer Grünen mit dem eindeutigen Ziel, verbindliche Klimaschutzziele für die Kaufbeuren auf den Weg zu bringen, untersetzt mit konkreten Maßnahmen, die auch im Haushalt entsprechend ausfinanziert sind.

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