Biotopverbundkonzept für Kaufbeuren und Pforzen – Ein wichtiger Schritt für den Artenschutz

Nach drei Jahren intensiver Planung ist es nun soweit: Die Biotopverbundplanung für die Stadt Kaufbeuren und die Nachbargemeinde Pforzen liegt vor. In einem vom Bayerischen Artenschutzzentrum begleiteten Modellprojekt wurde zunächst die Verbreitung ausgewählter Tierarten erfasst. Auf dieser Grundlage entwickelte das Planungsbüro LARS consult ein umfassendes Konzept, das bestehende Biotope mit neu zu schaffenden Lebensräumen – sogenannten Trittsteinbiotopen – vernetzt.

In enger Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband Ostallgäu und unter Mitwirkung verschiedener Fachbehörden entstand ein Plan, der gezielt Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung der biologischen Vielfalt vorsieht. Besonders im Fokus steht dabei das gemeindeübergreifende Gebiet am Leinauer Hang, das sich durch eine hohe naturschutzfachliche Bedeutung auszeichnet. Hier kommen seltene und gefährdete Amphibienarten wie die Gelbbauchunke und der Kammmolch vor – Arten, die besonders von einer besseren Vernetzung ihrer Lebensräume profitieren.

Die Biotopvernetzung ist ein zentrales Instrument im Kampf gegen das Artensterben“, betont Marcus Kühl, Umwelt- und Mobilitätsbeauftragter des Stadtrats Kaufbeuren. „Nur wenn wir Lebensräume miteinander verbinden, können viele Tiere wandern, sich fortpflanzen und überleben. Das neue Verbundkonzept zeigt, wie das konkret vor Ort gelingen kann – jetzt kommt es auf eine zügige Umsetzung an.“

Durch die Konzentration auf Schwerpunktgebiete, in denen viele kommunale Flächen zur Verfügung stehen, soll die Umsetzung effizient und zielgerichtet erfolgen. Besonders der Leinauer Hang bietet dank seiner wertvollen Magerrasenflächen großes Potenzial für eine schnelle Realisierung erster Maßnahmen.

Die Grünen Kaufbeuren begrüßen das vorgelegte Konzept ausdrücklich und setzen sich weiterhin dafür ein, dass Natur- und Artenschutz in der Stadt aktiv vorangebracht werden.