Rechtsanspruch als Chance für Qualität nutzen. Bildung ist Zukunftspolitik!
Volles Haus, engagierte Wortmeldungen und eine klare Botschaft: Bildung ist Zukunftspolitik. Auf Einladung von Oberbürgermeisterkandidat und Zweitem Bürgermeister Oliver Schill wurde das Grüne Wohnzimmer in Kaufbeuren zum Forum für die Bildungszukunft der Stadt. Unter dem Titel „Bildung 4.0“ diskutierte Schill gemeinsam mit den Schulleitern Arthur Müller und Gerald Reglin sowie zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern über konkrete Weichenstellungen für die kommenden Jahre.
Ganztag neu denken: Qualität statt Pflichtprogramm
Im Zentrum des Abends stand der ab dem Schuljahr 2026/2027 geltende Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder. Ein Meilenstein mit weitreichenden Folgen für die Kommunen. Für Schill ist klar: „Dieser Anspruch darf nicht zur reinen Betreuungsverpflichtung werden, sondern muss zur Qualitätschance für unsere Stadt werden.“ Kaufbeuren habe jetzt die Möglichkeit, Ganztag neu zu denken: „Pädagogisch hochwertig, verlässlich organisiert und eng vernetzt mit dem gesellschaftlichen Leben vor Ort,“ ergänzt Schulleiter Gerald Reglin.
Der Bildungspakt: Vereine, Schulen und Kultur an einen Tisch
Kern dieses Ansatzes ist der „Bildungspakt Kaufbeuren“. Ziel ist eine verbindliche Vernetzung von Kitas, Schulen, Vereinen, Kulturträgern und Wirtschaft. „Die Nachwuchsarbeit unserer Vereine braucht im Ganztag eine verlässliche Zukunft. Unsere Aufgabe ist es, Sport, Musik und Kultur strukturell und dauerhaft zu integrieren“, so Schill. „Damit schaffen wir einen Ganztag, der ganzheitliche Bildung ermöglicht – nicht bloß Aufbewahrung.“
Stadtentwicklung beginnt bei Kita und Schule
Darüber hinaus sprach sich der Oberbürgermeisterkandidat für eine langfristige Bildungsstrategie aus, die Stadtentwicklung, Wohnbau und Bildungsinfrastruktur konsequent zusammendenkt. Schulleiter und Bildungsbeauftragter des Stadtrats Arthur Müller bekräftigt: „Neue Wohngebiete müssten von Anfang an mit ausreichend Kita- und Schulplätzen geplant werden. Bildungsinvestitionen seien keine freiwilligen Leistungen, sondern Voraussetzung für Familienfreundlichkeit und wirtschaftliche Stärke.“
Digitale Kompetenz statt digitales Konsumieren
Ein weiterer Schwerpunkt war die Digitalisierung. Schill kündigte an, die Schulen als Sachaufwandsträger weiterhin modern und leistungsfähig auszustatten. „Dafür habe ich mich als Zweiter Bürgermeister eingesetzt und das werde ich als Oberbürgermeister mit voller Überzeugung fortsetzen“, betonte er mit Blick auf flächendeckendes WLAN, zeitgemäße Endgeräte, verlässlichen IT-Support sowie klare Leitlinien für den verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz. „Unsere Kinder sollen die digitale Welt nicht nur konsumieren, sondern gestalten lernen.“
Die Veranstaltung zeigte: Kaufbeuren verfügt über engagierte Akteure und starke Ideen. Mit politischem Gestaltungswillen will Oliver Schill diese Kräfte bündeln, für einen Ganztag mit Qualität und für eine starke Bildungsregion Kaufbeuren. „Ich bin dankbar, dass wir mit Arthur Müller und Gerald Reglin zwei Stadtratskandidaten haben, die überzeugend für Bildung und damit für unsere Kinder und Jugendlichen antreten.“