Angeregte Diskussion im Kaufbeurer Regionalbüro mit Europaagebordneter Barbara Lochbihler.

Diskussionsveranstaltung zum Jemen im Regionalbüro Kaufbeuren.

Europaabgeordnete Barbara Lochbihler. Bürgerkrieg im Jemen. Waffengeschäfte versus Menschenrechte.

Die neu veröffentlichten Zahlen des UNHCR zeigen: Der Jemen ist das Land mit den meisten neuen Fluchtbewegungen weltweit. Die seit März 2015 laufende Luftoffensive Saudi Arabiens hatte 2,5 Millionen Binnenflüchtlinge zur Folge. Das bedeutet, dass 9 % der jemenitischen Bevölkerung innerhalb ihres Landes fliehen musste. Der immer noch anhaltende Konflikt ist für die Menschen unerträglich und aufgrund der besonderen geografischen Lage des Landes sind ihnen zudem Fluchtmöglichkeiten ins Ausland versperrt.

Um die Situation im Jemen und die Bedeutung von Waffenexporten in diesem Konflikt zu diskutieren, lud die bayerische Europaabgeordnete Barbara Lochbihler zur Podiumsdiskussion in ihr Regionalbüro nach Kaufbeuren ein. „Ursula Kneer von Amnesty International und mein Mitarbeiter Carsten Jürgensen referierten über die Geschichte des jemenitischen Konflikts und über die außen- sowie geopolitische Lage des Landes“, berichtet Barbara Lochbihler. „Gemeinsam mit den Anwesenden diskutierten wir über die Verantwortung Europas und Deutschlands, vor allem mit Hinblick auf Waffenlieferungen an Saudi Arabien und seine Verbündeten. Auch die umstrittene Entscheidung der Vereinten Nationen, Saudi Arabien von der ‚Liste der Schande‘ zu nehmen war Thema an diesem Abend.“

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