Grünhelme bauten erste Kirchen-Moschee der Welt.

Till Gröner von Grünhelme e. V. berichtete als Gast des Bündnis für Flüchtlinge über Bauprojekte in aller Welt. Unter anderem über das Kirchen-Moschee Projekt mit Gefangenen in Ruanda.

Während die Krisen und Kriege, Krankheiten und Armut weltweit die Menschen in die Flucht treiben, versuchen die Grünhelme mit praktikablen, unkonventionellen Lösungen in der größten Not zu helfen. Sie bauen mit der einheimischen Bevölkerung unter erschwerten Bedingungen gemeinsam Schulen, Krankenstationen, Wohn- und Gemeinschaftshäuser.

Der Veranstaltungssaal im Matthias-Lauber-Haus in Kaufbeuren war mit rund 40 Gästen gut besucht. Mit seinem unterhaltsamen Vortrag führte Till Gröner in das Engagement der weltweiten agierenden Grünhelme ein. Der Kontakt zu den Grünhelmen entstand über MdEP Barbara Lochbihler und Ulrike Seifert von Bündnis 90/Die Grünen Kaufbeuren.

Till Gröner, ehemaliger Geschäftsführer der Grünhelme, spannte einen großen Bogen von der Geschichte der einzelnen Länder in die heutige Zeit. Von Afrika um 1900 bis zu den heutigen Fluchtursachen, die auch auf die Einmischung der Europäer in die entfernten Kontinente zurückzuführen sind. Mit vielen Bildern unterstrich der Vortragende die Herausforderungen, die die Bautrupps der Grünhelme zu meistern haben. Zum Beispiel im Kongo, wo unter katastrophalen Straßenverhältnissen für eine Strecke von 160 km zum anliefern von Baumaterial schon mal zwei Tage gebraucht wird.

Gruenhelme_Ruanda

Zusammenarbeit von Christen und Muslimen: Grünhelme bauen Kirchen-Moschee in Ruanda.

Immer wieder betonte der Referent wie wichtig den Grünhelmen die Völkerverständigung ist und gemeinsames Arbeiten als praktikable Lösung zum Erhalt von Frieden beiträgt. Besonders der christlich-islamische Dialog und die Zusammenarbeit von Christen und Muslimen vor Ort sind wichtig. Wie bei Bau der ersten Kirchen-Moschee in Ruanda. Der Bau berücksichtigt den quadratischen Moschee-Grundriss und die traditionell langgezogene Kirchen-Grundform. Das Gebäude richtet sich  gleichzeitig nach Mekka und in den Sonnenaufgang aus. Mit dem Gebetshaus wurde ein Zeichen für mehr Toleranz zwischen den verschiedenen Glaubensrichtungen gesetzt.

In der anschließenden Diskussion ging Till Gröner noch auf die mögliche Mitarbeit bei den Grünhelmen ein. Zur freiwilligen Projektmitarbeit werden Baufachleute jeden Alters, aber auch Studenten gesucht. Die „Grünhelme”, die von Rupert Neudeck (Cap Anamur) gegründet wurden, arbeiten mit Hilfe von unabhängigen Spendengeldern. Kreative Projektideen werden zum Spendensammeln entwickelt, wie die Milchtüten-Sammelaktion zum Bau einer Kirche vor Ort aus Eisbausteinen.

Zum Abschluss überreichte Günter Kamleiter, vom Bündnis für Flüchtlinge, die eingesammelte Spende von 200 EUR. Infos über die Grünhelme sind unter www.gruenhelme.de zu finden sowie über die Milchtüten-Sammelaktion auf den Seiten des Bündnis für Flüchtlinge www.bff-kf.de.

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